Gelato. Italienische Eiszeit.

Kategorie: Allgemein

Ostern. In Italien ein Fest mit Familie und Freunden, mit Tradition und gutem Essen, endet am Ostermontag u.a. mit dem Sinnbild des Erwachens eines neuen Zyklus: der italienischen Eiscreme. Die Eröffnung der Gelateria (Eisdielen) um diese Zeit läutet den Frühling ein oder umgekehrt. Beides geht Hand in Hand und lässt Augen heller leuchten und das schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Eis selbst begeistert sogar angeblich schon seit der Antike, aber Gelateria, wie wir sie heute in Europa kennen, gehen auf zwei wesentliche (technische) Entwicklungen zurück: die Inbetriebnahme der ersten elektrischen Eismaschine durch Paolo Ciprian (1906) in Wien, sowie die Entwicklung essbarer Eistüten, welche auf der Weltausstellung in St. Louis zwei Jahre zuvor demonstriert wurde. Gemeinsam ermöglichten sie die Massenproduktion von Speiseeis, was ein zahlreiches Aufkommen von Eisdielen nach sich zog. In Deutschland bis heute weitestgehend aus Italien stammend.

Seither verwöhnt uns Eiscreme mit ihren vielseitigen Geschmacksnuancen von fruchtig bis sahnig, ihren bunten Farben und ihrer vielseitigen Konsistenz, von Wassereis über Softeis bis zum vollendeten Milcheis, pur oder mit Splittern aus Frucht oder Schokolade, um nur einige ihrer vielseitigen Facetten zu nennen. Sie weckt in uns Emotionen, die Winterschlaf hielten. In Kombination mit Sonne lässt sie uns in Gedanken an vorherige Sommer schwelgen, verleitet uns zu Träumereien über den bald bevorstehenden, seine heißen Tage und warmen Nächte, an das Schlendern durch Gassen und das simple sein – mit Eistüte in der Hand. Gemeinsam in der Eisdiele und gemeinsam mit Eis auf den Gehwegen, wo sich Blicke begegnen, die im Winter noch verstohlen zu Boden blickten oder hinter Fenstern im Warmen in die Ferne schweiften, plötzlich offen sind für die Vielfalt des Lebens. Eis und Sonne wecken müde Geister.

Wir wünschen Ihnen Frohe Ostern und ermuntern Sie, den Frühling einzuläuten. Im Solino zaubern wir Ihnen gerne einen Sommernachtstraum: Ananas Carpaccio mit gerösteten Mandeln und Kokosnusseis, denn so sündhaft kann nur italienisch sein.